Stevia: Alternative zum Zucker

Süßkraut oder auch Honigkraut wird die Pflanze Stevia rebaudiana genannt, aus welcher Stevia gewonnen wird. Das so gewonnene Stoffgemisch wird schon seit über 500 Jahren bei der Zubereitung von Speisen, Getränken und als Heilpflanze bei der Bevölkerung Paraguays und Brasiliens verwendet. Auch bei den Guarani Indianern ist dieses Gewächs bekannt und wird von ihnen als Süßkraut bezeichnet. Wurde Stevia zunächst nicht für die Lebensmittelzubereitung zugelassen, hat es zwischenzeitlich diese Zulassung erhalten und wird als Süßstoff verkauft. Weiter wird es bei Nahrungsmitteln für Diabetiker verwendet.

Wie hoch ist die Süßkraft von Stevia?
Bereits im Jahre 1931 wurde die Süßkraft der Steviablätter erforscht. Hierbei hat man herausgefunden, dass je nach Sorte bis zu 12 verschiedene Glycoside enthalten sind. Hauptsächlich findet man hier jedoch Steviosid und Rebaudiosid A, welche die Hauptsüßkraft der Pflanze ergeben. Die Süßkraft der Stevioblätter kann wie folgt eingestuft werden:

  • 0,4 %iger Saccharose-Lösung liegt eine 300-400-fache Süßkraft vor
  • 4 %iger Saccharose-Lösung liegt eine 150-fache Süßkraft vor
  • 10%iger Saccharose-Lösung liegt eine 100-fache Süßkraft vor

Aufgrund dieser hohen Süßkraft gegenüber Saccarose ist Stevia eine sehr gute Alternative gegenüber Zucker. Denn somit benötigt man weitaus weniger Zusatz, um die gewünschte Süße bei Kaffee oder Tee sowie bei Süßspeisen zu erreichen.

Da Stevia in vielen Produkten verarbeitet werden kann, erhält man eine kalorienverminderte Süße. Somit können auch Diabetiker oder Abnehmwillige problemlos einen gesüßten Kaffee oder Tee trinken. Dennoch sollte man wie bei allen Alternativen nicht zu viel zu sich nehmen, da sonst eine abführende Wirkung eintreten kann. Durch die Zulassung, dass Stevia auch in Lebensmitteln eingesetzt werden darf, findet man zwischenzeitlich viele Produkte, welche mit Stevia gesüßt wurden in den Regalen der Lebensmittelhändler. Jedoch auch in Reformhäusern kann man den Zuckerersatzstoff Stevia erhalten.

Kalorienreduziert süßen, auch für Diabetiker geeignet
Da Stevia wesentlich geringer genutzt werden muss, um die gewünschte Süße zu erreichen, hat man hier mindestens zwei Vorteile. Zum einen muss man nur geringe Mengen des Süßstoffs verwenden, um die einen gut gesüßten Kaffee, Tee oder Süßspeise zu erhalten. Zum anderen nimmt man weitaus weniger Kalorien zu sich als bei Zucker. Weiter kann man Stevia auch als Diabetiker verwenden und muss dann nicht ständig auf eine Süßspeise oder ein gesüßtes Warmgetränk verzichten. Um weitere Informationen über Stevia zu erhalten, bitte hier klicken.

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